Direkt mit der Berliner Stadtautobahn verbunden ist der Campus Virchow-Klinikum,
dessen Fläche fast ein Quadrat bildet zwischen See- und Amrumerstraße, Föhrer- und
Sylterstraße/Nordufer. Geplant und gebaut wurde das Rudolf Virchow Krankenhaus
zwischen 1899 und 1906 unter der Verantwortung des damaligen Stadtbaurates Ludwig
Hoffmann. Auf 217.000 Quadratmetern sandigen Grundes eines ehemaligen Exerzierplatzes
der Artillerie am Augustenburger Platz in Berlin-Wedding errichtete er in einer parkartigen
Landschaft 60 Gebäude, die in ihrer Gesamtheit von einer zeitgenössischen Architektur-
zeitung als »barocke Stadt« gepriesen wurden.

Im Jahre 1995 wechselte das Rudolf Virchow-Klinikum von der Freien zur Humboldt-
Universität und 1997/98 fusionierten zunächst die medizinischen Fakultäten und dann
auch die Klinika (Klinikum Charité Mitte und Rudolf Virchow-Klinikum sowie zwei
Forschungskliniken in Berlin Buch) zum gemeinsamen Klinikum »Charité« der
Humboldt-Universität zu Berlin. Damit ist Europas derzeit größtes Klinikum entstanden.

Unser Auftrag

Zur weiteren Verbesserung der Energieversorgung wurde die Entscheidung getroffen, die
Feuerungsanlagen der vorhandenen Dampf- und Heißwasseranlagen auf einen
Zweistoffbetrieb mit einhergehende Änderung der sicherheitstechnischen Ausrüstung zum
überwachungsfreien Betrieb gemäß TRD aufzurüsten.

Wir erhielten den Auftrag, die gesamte Umsetzung, die ohne Unterbrechung während des
Heizbetriebes stattfinden sollte, planerisch zu begleiten. Unsere Aufgaben bestanden u.a.
in der Berechnung der Brennstoffleitungen, die Terminabläufe vorzubereiten und zu
koordinieren, die Dimensionierung der Feuerungsanlagen ohne Veränderung der
vorhandenen Feuerräume unter Berücksichtigung der gesetzlich vorgeschriebenen
Abgasgrenzwerte sowie die Durchführung des Genehmigungsverfahrens gemäß BImSchG.
Darüber hinaus ist die Dampfanlage in der sicherheitstechnischen Einrichtung komplett
neu gestaltet worden. Ebenfalls wurden die Ausschreibung, Vergabe und anschließende
Bauüberwachung in enger Zusammenarbeit mit dem Bauherrn und den beteiligten Firmen
erledigt. Die gesamte Feuerungsleistung beträgt ca.16 MW, die Dampfanlage leistet
24 t/h bei 13 barü.

Die Umsetzung zeichnete sich durch absolute Termintreue und genaueste Einhaltung des
prognostizierten Investitionsbudget aus. Eine besondere Herausforderung lag in der
Umsetzung der Maßnahme ohne Unterbrechung des Heizbetriebes.

Bauvolumen: o. Angabe
Leistungsphasen: 1– 9

ave
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